Die Armaturen im
Badezimmer auswechseln

Begegnet mir doch neulich Herr Achtermeyer aus dem 3. Stock im Treppenhaus, und fragt, ob es vielleicht möglich wäre, die Armatur über seiner Badewanne auszuwechseln. Er hat aber mindestens zwei linke Hände und traut sich selber nicht daran. Kein Problem für Meister Beckmann.

Eine altväterische, tropfende Badewannenarmatur gibt nicht nur optisch nichts mehr her, sie vergeudet auch Wasser und Energie. Selbst wenig geübten Hobbyhandwerkern bereitet es keine Schwierigkeit, eine neue Badewannenarmatur selbst anzuschließen.

Wenn die bestellte Armatur eingetroffen ist, kann es losgehen. Beim Einbau sollte man aber vorsichtig sein, damit Fliesen nicht beschädigt werden. Gut ist es, wenn der Boden mit einer alten Decke ausgelegt ist, falls ein Werkzeug abrutscht und runterfällt. Dann ist der Ärger groß.

An Werkzeug benötige ich für meine Arbeit einen der Größe entsprechenden Gabelschlüssel oder aber eine Chromzange. Die Brausearmatur läßt sich entweder mit Entkalker reinigen oder durch einen neuen Strahlregler auswechseln.

Meine Arbeit beginne ich damit, den Hauptwasserhahn in der Wohnung zu zudrehen. Oftmals kommt es auch vor, daß es im ganzen Haus nur einen einzigen Haupthahn im Keller gibt. In dem Fall sage ich vorher allen Bewohnern bescheid, sonst kann es mir passieren, wenn ein anderer Hausbewohner unwissend den Hauptwasserhahn wieder aufdreht, daß ich "Land unter" melden kann. Meistens gibt es dann kein Trinkgeld mehr. Schade.

Im Anschluß öffne ich die Hähne der Badewannenarmatur und lasse das Restwasser aus der Leitung ablaufen. Jetzt löse ich die beiden Schraubenmuttern, mit denen die Armatur in den Wandanschlüssen befestigt ist. Vorsichtig ziehe ich den alten Wasserhahn heraus.

Metallrosetten kaschieren die Fuge zwischen Wasseranschluß und Wand. Sind sie nicht verrostet und passen optisch zur neuen Armatur, lasse ich die Rosetten gleich dran. Ansonsten drehe ich die Metallrosetten ab und ersetze sie durch neue.

Die Rosetten muß ich bündig an die Wand schrauben, damit sich Seifenreste und Staub nicht dahinter absetzen können. Bei den Wandanschlüssen handelt es sich um sogenannte S-Anschlüsse: Von oben betrachtet, haben sie eine S-Form. Also messe ich den Abstand der beiden Armaturenanschlüsse und drehe die S-Anschlüsse so, daß die neue Armatur daraufpaßt.

Beim Verschrauben der Überwurfmuttern ist darauf zu achten, daß sie nicht verkanten - sonst sitzt die Armatur schief und ist mit Sicherheit undicht.

Peinlichst genau muß ich darauf acht geben, daß mein Gabelschlüssel keine Scharten aufweist; sie könnten die Armaturen-Oberfläche zerkratzen. Für Chrom-Armaturen gibt es deswegen auch spezielle Chromzangen.

Am Ende ist noch der Brauseschlauch an der Reihe: Ich lege einen Dichtungsring in das Gewinde des Überwurfs und schraube es mit der Hand lose auf. Mit einem Gabelschlüssel wird noch einmal fest nach gezogen.

Fertig. Jetzt kann der Hauptwasserhahn wieder geöffnet werden. Es ist zu prüfen, ob Wasser an "falschen" Stellen austritt - dann müsste ich die Dichtungen noch einmal nachschauen.

Es schrieb für Sie Ihr Hausmeister Rolf Beckmann aus Bremen






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